„Burmese Days“ of Digitalization: From a Decade’s Dream of Myanmar‘s Modern Journalistic Culture (…)
Der Militärputsch am 1. Februar 2021 unterbrach den Demokratisierungsprozess in Myanmar und damit ein Jahrzehnt der relativen Öffnung des Landes. Der Beitrag beleuchtet dieses Jahrzehnt des Übergangs von 2011 bis 2021, das Medien- und politische System des Landes sowie die moderne journalistische Kultur, deren Entwicklung durch den Militärputsch so abrupt unterbrochen wurde.
Er zeichnet ein zeitgenössisches Bild der myanmarischen Medien, welche in einen konfliktreichen Prozess verwickelt sind, geprägt von einer Konstellation misstrauischer Akteure, die um die Kontrolle ringen. Dazu gehören Journalisten, die als strategische Gruppe ein strenges Ziel der Meinungsfreiheit verfolgen, private Medienunternehmen, die um Lizenzen und gleiche Wettbewerbsbedingungen gegenüber subventionierten Staatsmedien auf dem Markt kämpfen und ethnische Medien, die Schwierigkeiten haben, ihren Platz innerhalb oder außerhalb des nationalen Mediensystems zu finden. Darüber hinaus wirft das Kapitel die Frage auf, inwieweit sich die journalistische Praxis im Jahrzehnt des Übergangs verändert hat.
“Burmese Days” of Digitalization: From a Decade’s Dream of Myanmar’s Modern Journalistic Culture and Media System in the Making to a Press Freedom’s Nightmare of the Military Putsch in 2021 ist ein Buch-Kapitel, verfasst von Mandy Fox, Sascha Helbardt, Oliver Hahn und Felix Krebs, erschienen in: Different Global Journalisms. Cultures and Contexts. Palgrave Studies in Journalism and the Global the Global South.